Ein Dielenboden oder Schiffboden ist ein Fußboden aus langen Vollholz-Brettern, den so genannten Dielen. Beim Dielenboden bilden die Bretter zugleich die tragende Platte und die Oberfläche des Fußbodens. Als Material wird zumeist Nadelholz verwendet. Häufig werden Dielenböden nach der aus dem Französischen stammenden Bezeichnung parquet fälschlich als Parkett benannt.
Die Dielenbretter haben zumeist Nut und Feder oder sind gespundet und sind damit auch an den seitlichen Stößen verbunden, zusätzlich sind die Fugen nicht durchgängig. Wird das Brett beidseitig genutet, ist die Verwendung einer Hartholzfeder üblich. Hartholzdielen sind aufgrund des höheren Preises weniger gebräuchlich. Ein Bodenbelag aus Hartholz wird meist als Parkett ausgeführt.
Bei traditionellen Holzbalkendecken sind die Dielenbretter direkt auf die Deckenbalken genagelt oder geschraubt, ggf. ist noch eine Leiste zum Ausgleich von Unebenheiten des Balkens dazwischengelegt. Damit hat der Dielenboden auch eine statisch aussteifende Funktion im Gebäude, indem er die Decke als feste Scheibe stabilisiert. Durch diese Konstruktion ist der Deckenaufbau schalltechnisch unzureichend: Trittschall oder Luftschall wird sehr stark auf die darunter befindlichen Räume übertragen. In moderneren Ausführungen sind Lagerhölzer durch Dämmstreifen von den Balken entkoppelt. Ein Dielenboden auf Massivdecken wie Beton benötigt Lagerhölzer, die auf dem rohen Boden liegen.
Schon anhand des Bodens kann man kann man mit einiger Sicherheit sagen, in was für einer Wohnung und oft sogar in welcher Stadt man sich befindet. Nachkriegsbauten und Neubauten erkennt man untrüglich am Estrichboden mit Teppich oder Laminat. Sollten Parkett oder Dielen verlegt sein, so kommt ein Nachkriegsbau oder Neubau niemals an den Klang von echten Dielen im Altbau heran. Ein paar Schritte reichen, um den Klangunterschied zu hören. An der Verlegerichtung der Dielen lassen sich Hamburg und Berlin unterscheiden: Während in Berlin die Dielen parallel zum Fenster verlegt sind, ist es in Hamburg üblich, die Dielen quer zum Fenster zu verlegen. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel, aber ein Blick in verschiedene Immo-Anzeigen wird diese Tendenz bestätigen. An der Breite der Dielen erkennt man die Wertigkeit der Altbauwohnung: Je breiter die Dielen, desto wertvoller im die Wohnung.
Ein Dielenboden kann zusätzlich mit weiteren Belägen als Nutzoberfläche belegt werden, z. B. mit Teppichboden, Parkett oder Laminat.
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